Die neuen Termine für die Lenzerwische-Tour stehen fest.

Im Garten

Die Schneeglöckchen blühen noch. Die Krokusse schon, die Tulpen wagen sich schon ganz schön weit aus der Erde. Die Mirabellenblüten sind bereit.
Die Stare schwirren in kleinen Gruppen umher, sind gesprächig wie eh und je.
Es zwitschert unablässig. Die Kraniche rufen von allen Seiten. Schneeglöckchen schauen in die Welt, die Tulpen wagen sich nach draußen. Die Petersilie vom letzten Jahr mach weiter.
Müßiggang im Garten wird belohnt. Ich sitze mit Decke auf einem Gartenstuhl, in der Hand eine Tasse wärmenden Tees und lausche. Irgendwo klopft ein Specht. Das Klopfen endet und der Mittelspecht landet auf dem Nußbaum vor mir. Er klopft hier und da, zeigt seinen roten Unterbauch, die wunderbare Schwarz-Weiß-Grafik auf Rücken und Flügeln und er hopst von Ast zu Ast, klopft ein wenig und lässt sich auf einem neuen Ast nieder. So agil habe ich den Specht bisher nicht gesehen.
Das Wintergoldhähnchen tanzt auf der Fichte.
Monate später und der Laubfrosch begegnet mir am Fuss der Esskastanie. Ich bin mir sicher, es ist derselbe. Zweifeln ist erlaubt. Die kleine Zweitmarone war groß genug und so gibt es Maronenernte. Das Rot der Aroniablätter ist schon vorbei, jetz leuchten Ahorn und diesmal besonders die Felsenbirne. Die Stockrosen hören nicht auf zu blühen. Einzelne Rosen öffnen noch immer neue Blüten. Die Äpfel sind reif für Kompott und Saft. Es stehen ein paar Tage harter Arbeit ins Haus. Der Arbeitsanteil draußen findet heute im Sonnenschein statt. Heute regnet es schon seit Stunden gemächlich vor sich hin. Der Laubfrosch ist umgezogen. Der Zilpzalp dominiert im morgendlichen Konzert. Alle Rosen öffnen ihre Knopsen und verströmen ihren Duft. Die Haferwurz, die letztes Jahr nicht gegessen wurde, bedankt sich in diesem Jahr mit wunderbaren Blüten. Allerdings schließt sie die Blüten um die Mittagszeit und öffnet sie am anderen Morgen. Wässern bleibt als Aufgabe. Alle Rosen tragen bereits ihre Blüenknospen. Im Rhabarber wohnt ein Laubfrosch. Ich weiß nicht, wo er schläft, aber bei Sonnenschein kommt er auf seine Rhabarberblattterrasse. Wird es zu heiß, schiebt er sich gemächlich in den Halbschatten. Beim Wässern sucht er Schutz, aber ich bin vorsichtig. Mitte April beginnt die Zeit des Wässerns. Wieder ist das Frühjahr sehr trocken. An den Bäumen sind noch eine Menge kleiner trockener Äste. Sie verschwinden hinter den Blüten von Pflaume, Birne und Apfel. Neben Tulpe, Hyazinthe und Rosmarin blüht jetzt auch die Schlüsselblume. Der kleine, fast verschwundene Diptam wagt sich nun doch ans Licht. Die im letzten Jahr ausgesäten Nachtviolen sind schon sehr kräftig. Die Akelei hat sicher verbreitet und scheint sich wohlzufühlen. Herzgespann und Malven setzen sich durch. Ständig zwitschert es. Kohl-, Blau- und Sumpfmeise zetern um die Wette, Fitis und Zilzalp sind da. Rotkehlchen, die ersten Stare, der Grünfink. Jeder Tag bietet eine neue Schönheit.